• Homeslider05
  • Homeslider06
  • Homeslider07

Natur Pur – Erlebnispädagogik in Österreich

Zu Beginn unseres ersten Schuljahres an der Hedwig-Dohm-Schule waren wir alle in heller Aufregung – eine Studienfahrt über eine Woche war vorgesehen, mit noch ungewissem Ziel. Mit jugendlichem Elan steckten wir die höchsten Ziele: Warm sollte es sein, Strandnähe und ein urbanes Feeling wären natürlich auch wünschenswert. Zur Debatte standen Amsterdam, Madrid oder Rom. Doch diese Illusionen sollten bald zerstört werden. Die freudige Erregung wich schnell einer gewissen Skepsis, denn die Lehrer wollten uns Schülern dann doch nicht das Zepter überlassen und übernahmen kurzerhand die Entscheidung über das Reiseziel. Erlebnispädagogik. Österreich. Roppen. Drei Schlagwörter, die uns missfielen – zu unrecht wie sich am Ende der Fahrt herausstellte.

Ronja

Rafting
Lagerfeuer

Doch an der Entscheidung nach Österreich zu gehen war nicht mehr zu rütteln und wir freundeten uns auch langsam mit ihr an. Erlebnispädagogik steht natürlich auch in direkter Verbindung mit unserem Profilfach Pädagogik-Psychologie. Mit dem Veranstalter „Faszinatour“ sollten wir sportliche Aktivitäten genießen und dabei unseren Klassenzusammenhalt stärken. Mit dem Bus ging es dann eine Woche lang nach Österreich in das oben genannte Örtchen Roppen. Dort bezogen wir mit einer weiteren 11. Klasse des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums einen Gasthof. Die Zimmeraufteilung ging schnell von statten, nur die Nutzung eines Gemeinschaftsbadezimmers löste nicht gerade helle Begeisterung aus. Strandnähe war dann doch gegeben, denn die Inn fließt direkt an Roppen vorbei und bietet sogar einen Sandstrand. Die Inn hat uns auch die Möglichkeit zum Raften gegeben. Auf Gummiboten glitten jeweils acht Schüler und ein cooler Betreuer über die Stromschnellen. Dabei genoss der ein oder andere auch mal ein Bad im kühlen Nass. Doch das Raften blieb nicht unsere einzige sportliche Herausforderung. Canyoning, eine Art Flusswanderung kostete den meisten von uns einige Überwindung. Wasserfallrutschen oder das Abseilen aus drei Metern sind nicht jedermanns Sache, doch wir alle halfen zusammen und die „Wanderung“ wurde zu einem richtigen Erfolg. Erholung bot uns unser Gasthof. Bei hausgemachten Kässpatzen konnten wir uns stärken und die Sonne genießen. Doch auch auf entspannterem Weg stärkten wir unsere Klassengemeinschaft. Bei erlebnispädagogischen Spielen wie Actionpainting oder Pantomime hatten wir alle einen Riesenspaß und lernten uns immer besser kennen.

Das Highlight des letzten Abends in Roppen war ein riesiges Lagerfeuer am Ufer der Inn. Als wir alle marshmallowgrillend um die Feuerstelle saßen, wurde uns nur noch deutlicher wie schön diese Studienfahrt gewesen war. Wir hatten uns alle besser kennen gelernt, wussten nun mit welchen Persönlichkeiten wir „es zu tun hatten“ und vor allem wussten wir nun, dass wir uns alle aufeinander verlassen konnten. Noch heute löst die Erinnerung an diese Studienfahrt glänzende Augen und ein Lächeln aus.