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Begabungen erkennen und fördern: Herausforderung für Erzieherinnen und Erzieher

Im Rahmen des Fachunterrichts UVL (Unterschiedlichkeit und Vielfalt leben) bei den angehenden Erzieherinnen und Erzieher (PIA) fand in der Hedwig-Dohm-Schule eine Fortbildung zum Thema „Hochbegabung in der KiTa“ statt.

Referentin Ursula Barth

Als Referentin besuchte Ursula Barth (Beratungslehrerin und Beratungspädagogin IFLW) vom Kompetenzzentrum für Hochbegabte am Landesgymnasium für Hochbegabte (Schwäbisch Gmünd) die Hedwig-Dohm-Schule. Unter dem Titel „Begabte Kinder im Kindergarten: Erkennen und fördern“ vermittelte Ursula Barth, mit ihrer 35-jährigen Berufserfahrung, Fachwissen mit zahlreichen Praxisbeispielen. Barth informierte zu Beginn die Schüler über die Unterschiede zwischen Hochleistern und Hochbegabten. Im weiteren Verlauf wurden verschiedene Definitionen von Hochbegabung vorgestellt und über die herrschenden Vorurteile über Hochbegabung informiert.

Die Klasse wurde, im Hinblick auf ihre zukünftige Tätigkeit als Erzieherin/Erzieher, über Merkmale hochbegabter Kinder, und wie man diese in der pädagogischen Praxis erkennen kann, aufgeklärt. Der Vortrag von Ursula Barth zielte insbesondere auf den Elementarbereich (Kinder im Alter von 0,5 bis 6 Jahren) ab. Anhand vieler interessanter Fallbeispiele von Kindern mit Hochbegabung, die Ursula Barth in ihrer Laufbahn über viele Jahre selbst betreute, wurden den Schülern Kennzeichen einer Hochbegabung nahegebracht. Ursula Barth zielte mit ihrem Vortrag darauf ab, dass die Klasse ihre eigenen „Antennen schärfe“. Dies beinhaltete die Vermittlung von Merkmalen hochbegabter Kinder hinsichtlich Entwicklung, Sprache, Kreativität, Lernverhalten, sozialen und emotionalen Fähigkeiten und (innerer) Motivation.

Ursula Barth referierte weiter über die verschiedenen Möglichkeiten der Diagnostik, mit welchen eine Hochbegabung bei Kindern festgestellt werden kann. Hierzu wurden unterschiedliche Testverfahren vorgestellt und deren Aussagen erläutert. Anschließend wurden mögliche Probleme und Konflikte der (hochbegabten) Kinder aufgezeigt und praxisnahe Hinweise zum Thema Elternarbeit und kollegialem Austausch besprochen.
Abschließend zeigte Ursula Barth eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten für die pädagogische Praxis im Kindergarten auf. Sie unterstrich in ihrem Vortrag die Wichtigkeit einer ganzheitlichen, ressourcenorientierten, individuellen und begabungsspezifischen Förderung der Kinder um deren persönlichen Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten gerecht zu werden. Durch eine solche Förderung (von jüngster Kindheit an) könne den Kindern die Möglichkeit ihres persönlichen Wohlbefindens und somit der Raum für eine günstige Entwicklung geschaffen werden.

Anhand von Handouts zum Thema Hochbegabung (unter anderem eine Merkmalsliste), Empfehlungen von Fachliteratur und einem Skript über den gesamten Vortrag, gab Ursula Barth den Schülern eine Vielzahl von Werkzeugen mit auf den Weg.

Bericht und Foto von Sebastian Bayer